Gold gilt weiterhin als wichtigstes Edelmetall der Welt. Die beständigen Eigenschaften tragen dazu bei, dass es als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt. Dazu zählen zum Beispiel politische Unruhen, weltwirtschaftliche Krisen, so wie Schulden- und Währungskrisen.
In der Schmuckindustrie findet Gold nach wie vor eine breite Verwendung, die Goldnachfrage in dieser Branche beträgt zur Zeit 45%. Weitere 32% entfallen auf die Nachfrage durch Investoren. Diese handeln Gold in ETFs, Goldbarren, Münzen etc..
Die Goldgewinnung erfolgt aus zwei unterschiedlichen Quellen, die sich wie folgt aufteilen:
60% des Goldes wird aus Minenförderung gewonnen, wobei die restlichen 40% aus Altgoldrecycling generiert werden.
Als Geldanlage wird gerade in Krisenzeiten Gold besonders interessant und liefert einen wichtigen Beitrag zur Minimierung des Portfoliorisikos. Dies geschieht aufgrund der geringen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen.
Die Zuspitzung der Schuldenkrisen in Europa und den USA sowie die Sorge vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft haben den Goldpreis zuletzt in die Höhe getrieben. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch Standard & Poor’s hat uns nochmal deutlich gemacht, dass auch Staatsanleihen bedeutender Industrienationen keine vollkommene Sicherheit bieten können.
Der US-Dollar wird nach diesem downgrade erneut in Frage gestellt, dies dürfte Gold als stabilste Weltwährung weiter antreiben. Auch die jüngsten Käufe durch Zentralbanken der Schwellenländer sind Ausdruck dafür, dass viele Emerging Markets versuchen, ihre Währungsreserven zu diversifizieren.
Nun gilt es auch abzuwarten, ob westliche Notenbanken sich das hohe Preislevel zu Nutzen machen und dieses als Gelegenheit sehen, strategische Goldbestände zu veräußern.